Nachteilsausgleich

Für Schüler mit einem besonderen Förderbedarf kann in besonders begründeten Ausnahmefällen (z. B. nach Diagnose LRS) ein sog. Nachteilsausgleich relevant werden. Nach einem erstellten Fachgutachten über die Entwicklungsstörung des Schülers ermöglicht ein Nachteilsausgleich in der Schule, dass die jeweiligen Schwächen nicht zu stark bei der Bewertung der Schulleistung eine Rolle spielen.

Als Beispiele für den Nachteilsausgleich können folgende Maßnahmen gemäß der Kultusministerkonferenz zum Tragen kommen:

  • Ausweitung der Arbeitszeit bspw. bei Klassenarbeiten
  • Bereitstellen von technischen bzw. didaktischen Hilfsmitteln (z. B. Audiohilfen, Computer)
  • Nutzung methodisch-didaktischer Hilfen (z. B. größere Schrift, Lesepfeil, optisch strukturierte Tafelbilder bzw. Arbeitsblätter).

Des Weiteren kann ergänzend eine individuelle Leistungsbewertung zum Einsatz kommen:

  • Stärkere Gewichtung von mündlichen Leistungen
  • Beurteilung der schriftlichen und mündlichen Leistung unter Berücksichtigung des erzielten individuellen Lernstands mit pädagogischer Würdigung von Lernfortschritten und Anstrengungen insbesondere in der Grundschule
  • Verzicht auf eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung nicht nur im Fach Deutsch, sondern auch in anderen Fächern und Lernbereichen
  • Nutzung pädagogischer Ermessensspielräume und zeitweise Verzicht auf die Bewertung der Rechtschreibleistung in Klassenarbeiten während der Förderphase.

Weiterführende Informationen finden Sie unter den folgenden Links:
Verwaltungsvorschrift des Landes Baden-Württemberg
Arbeitshilfe zur Verwaltungsvorschrift von Fördermaßnahmen